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Lerntipps für’s Abitur
Wie lernst du für dein Abitur?

Lerntipps für dein Abitur

Das letzte Schuljahr geht zu Ende und langsam aber sicher rücken die Abiklausuren näher. Um gut vorbereitet in diese Prüfungen zu gehen, sind gute Lerntipps wichtig. In diesem Artikel erfährst du, was du beim Lernen für das ABI berücksichtigen solltest. Diese Tipps kannst du natürlich auch beherzigen, wenn du für deine erste Prüfung im Studium lernen musst.

von Christine Klamert

Verschiedene Lerntypen

Jeder Mensch ist anders und das trifft genauso beim Thema Lernen zu. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es verschiedene Lerntypen gibt. Dem einen fällt es zum Beispiel leicht, Gehörtes wieder zu geben. Der andere muss einen Text gelesen haben, um den Inhalt zu verstehen. Es gibt insgesamt vier verschiedene Lerntypen:

  • auditiv
  • visuell
  • kommunikativ
  • motorisch

In den meisten Fällen mischen sich die Lerntypen. Jemand der über das Zuhören Inhalte gut aufnimmt (auditiv), speichert das Gelernte beispielsweise noch besser, wenn er sich dabei bewegt (motorisch).

Der auditive Lerntyp

Der auditive Lerntyp lernt durch zuhören. Er merkt sich Fakten, indem er sie hört. Das gilt auch für den Unterricht. Für diesen Lerntyp ist es oft hilfreich, wenn er Lerntexte oder Vokabeln laut vorliest, oder Inhalte mit einem Diktiergerät aufnimmt, um sich diese immer wieder vorzuspielen. Auch wenn es seltsam klingen mag, einem auditiven Lerner kann es helfen, Selbstgespräche beim Lernen zu führen.

Der visuelle Lerntyp

Der visuelle Lerntyp verlässt sich beim Lernen in erster Linie auf seine Augen. Er muss Texte gelesen haben, um deren Inhalt zu begreifen. Beim Lernen arbeitet er am liebsten mit Textmarkern und benötigt optisch ansprechende und ordentliche Aufzeichnungen. Zeichnungen, Skizzen, Mind-Maps und Diagramme helfen ihm beim Lernen. Karteikarten unterstützen das Lernen eines visuellen Lerners zusätzlich, ebenso wie das erneute Aufschreiben von Aufzeichnungen in den eigenen Worten. Hier spielt auch der motorische Lernaspekt eine Rolle.

Der kommunikative Lerntyp

Der kommunikative Lerntyp lernt durch Gespräche und Diskussionen. Er diskutiert gerne über Inhalte und kann sich diese durch den Austausch von Informationen merken. Er lernt nicht gerne alleine, sondern in einer Gruppe von Gleichgesinnten. So kann er wirklich über ein Thema sprechen und diskutieren. Fragen stellen und diese anschließend zu beantworten, hilft dem kommunikativen Lerner.

Der motorische Lerntyp

Dem motorischen Lerner fällt es schwer, beim Lernen still zu sitzen. Er läuft von einer Zimmerecke in die andere. „Learning by Doing“ ist hier das richtige Stichwort. Der motorische Lerntyp lernt anhand von praktischen Übungen und durch Experimente. Generell hilft es ihm, sich beim Lernen zu bewegen oder seine Hände zu beschäftigen – nebenher mit einem Ball spielen oder einen Stift zwischen den Fingern drehen.

Nimm dir ein paar Minuten Zeit und überlege dir, welcher Lerntyp du bist und wie du am besten lernst. Es kann sein, dass nicht nur ein bestimmter Lerntyp zu dir passt, sondern mehrere.

Der Lernplan für dein Abi

Verschaffe dir eine Übersicht!

Bevor du mit dem Lernen startest, solltest du dir zunächst einen Überblick verschaffen: Welche Themen haben wir behandelt? Welche Bücher haben wir gelesen? Welche mathematischen Formeln haben wir gelernt? Ganz konkret: Was muss ich wissen? Falls deine Aufzeichnungen nicht ganz vollständig sein sollten, kannst du bestimmt beim Lehrer nachfragen, ob er noch mal alle wichtigen Themen nennen könnte oder du fragst einen deiner Mitschüler. Überprüfe direkt, ob deine Aufzeichnungen und Mittschriften komplett sind. So etwas wie ein perfekt geführtes Heft gibt es in den wenigsten Fällen. Meistens findest du Seiten mit Kaffeeflecken oder den ein oder anderen Schmierzettel mit wichtigen Notizen. Gerade einem visuellen oder einem motorischen Lerner hilft es, alles noch einmal abzuschreiben. Das ist zwar viel Arbeit, aber beim Schreiben konzentrierst du dich besser und es bleibt schon viel vom Stoff hängen.

Wann starten mit dem Lernen?

Natürlich solltest du rechtzeitig mit dem Lernen für das Abi starten. Wer ungefähr vier Monate vor den Prüfungen langsam beginnt und sich eine gute Übersicht von dem zu lernenden Themen verschafft, liegt gut in der Zeit. Wenn es anschließend an das eigentliche Lernen geht, solltest du dir Ziele setzen. Denn: Ziele motivieren ungemein! Sobald du ein Ziel erreicht hast, solltest du dich selbst belohnen. Achte allerdings darauf, dass deine Ziele realistisch bleiben, sonst kann die Motivation schnell in Frustration umschlagen.

Womit starten?

Jeder hat Themen, die ihm mehr liegen und mehr Spaß machen als andere. Den Lernstoff aus deinem Lieblingsthema lernst du schneller und einfacher. Doch Vorsicht: Du solltest nicht den Fehler machen und zuerst den leichten Stoff lernen. Einerseits verwendest du viel Energie auf Themen, die du meistens schon kannst, und hast so weniger Zeit für die lernintensiveren Themen. Andererseits leidet die Motivation, wenn du am Ende nur noch die schweren Inhalte vor dir hast. Eine gute Mischung aus schweren und leichten Themen ist hier der Schlüssel. Nimm dir vor, pro Lerneinheit ein schweres und ein leichtes Thema zu bearbeiten.

Hilfsmittel und Tipps

Do!

Inhalte wiederholen! Einmal lernen reicht in den meisten Fällen nicht, darum sind Wiederholungen wichtig. Überlege dir selbst, wie oft du den Stoff wiederholen willst. Vielleicht nach jeder Lerneinheit? Einmal in der Woche?
Viel Trinken! Lernen ist für den Körper anstrengend, darum solltest du viel Trinken - am besten Wasser.

Obst! Neben Flüssigkeit braucht der Körper auch Nahrung. Gerade, wenn du dich viel konzentrieren musst. Obst ist genau richtig, denn Obst enthält Fruchtzucker. Der Fruchtzucker steigert die Konzentrationsfähigkeit und ist gleichzeitig gesünder als raffinierter Zucker, den man in Süßigkeiten findet. Achtung: Finger weg von Traubenzucker beim Lernen! Traubenzucker sorgt nur für einen kurzen Anstieg der Konzentrationsfähigkeit weil er den Blutzuckerspiegel schnell steigen lässt. Genauso schnell ist der Traubenzucker aber schnell wieder abgebaut, wodurch deine Konzentrationsfähigkeit umso rascher wieder absinkt. Traubenzucker ist daher nicht so gut für langes Lernen geeignet, sondern eher hilfreich, wenn du zum Beispiel in der Prüfung merkst, dass deine Konzentrationsfähigkeit nachlässt.

Ab und zu mal was Süßes! Wer kennt das nicht? Beim Lernen kommt plötzlich der Heißhunger auf was Süßes. Mal was Süßes zwischendrin ist kein Problem, denn es steigert die Laune und ist wie eine Belohnung nach der ganzen harten Arbeit. Allerdings solltest du es nicht übertreiben, denn hier gilt dasselbe wie beim Traubenzucker: Der Effekt lässt schnell nach und die Gefahr besteht, dass du anschließend schlapper als vorher bist.

Sport! Wer viel mit dem Kopf arbeitet – also lernt – sollte auch den Rest des Körpers trainieren. Sport ist nach dem Lernen genau richtig. So bekommst du den Kopf frei. Wer nach dem Lernen Sport macht, ist abends richtig ausgepowert und schläft besser.

Pausen! Du solltest alle 45 Minuten eine Pause machen. Das muss keine lange Pause sein. Kurz aufstehen und sich vielleicht ein Getränk holen reicht schon aus. Zwischendrin solltest du natürlich längere Pausen einlegen.
Probeklausuren! Gerade wenn du für die Abi-Prüfungen lernst, solltest du gut mit der Art der Prüfung vertraut sein. Dabei helfen Probeklausuren oder alte Klausuren, die Jahrgänge vor dir geschrieben haben. Frage deine Lehrer, Geschwister oder Bekannte nach Probeklausuren oder alten Klausuren und bearbeite diese. Versetze dich so gut wie möglich in deine Prüfungssituation. Beantworte die Fragen ausführlich, so wie du es auch in einer richtigen Klausur tun würdest. Auf diese Weise wiederholst du den gelernten Stoff und kannst gleichzeitig besser einschätzen, wie viel Zeit du für die einzelnen Aufgaben benötigst.

Eine passende Lernumgebung finden! Auch die Lernumgebung ist wichtig – gerade für einen visuellen Lerner. Nicht jeder Mensch lernt gut oder gerne in seinem eigenen Zimmer. Überlege dir daher gut, wo du lernen möchtest: In deinem eigenen Zimmer? Am Esstisch im Wohnzimmer? In einer Bibliothek? Wo fühlst du dich am wohlsten und wo kannst du dich am besten konzentrieren?
Finde deine Uhrzeit zum Lernen! Wissenschaftler haben herausgefunden, dass unsere höchste Leistungsfähigkeit zwischen 9 - 12 Uhr morgens und zwischen 15 - 18 Uhr abends ist. In der Mittagszeit haben wir einen Tiefpunkt und ab 21 Uhr lässt die Aufnahmebereitschaft in den meisten Fällen nach. Überlege dir also gut, zu welcher Uhrzeit du lernen möchtest.

Don’t!

Ablenkung! Beim Lernen solltest du Ablenkung vermeiden, damit du deine Aufmerksamkeit auf das Wesentliche richten kannst. Das bedeutet: Musik, Fernseher und Facebook aus! Für viele Schüler ist das Lernen und Hausaufgaben machen bei Musik oder vor dem Fernseher Alltag. Beim Lernen für eine wichtige Prüfung solltest du allerdings darauf verzichten. Untersuchungen zeigen, dass man sich am besten erinnern kann, wenn die äußeren Umstände der Prüfungssituation und Lernsituation ähnlich sind. Da du während der Prüfung nicht Musik hören darfst und der Fernseher nicht läuft, solltest du dies während des Lernens also am besten auch nicht tun. So sorgst du dafür, dasss sich Lern- und Prüfungssituation so stark wie möglich ähneln. Außerdem kommst du schneller voran und bist eher fertig, wenn du nicht abgelenkt wirst.



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