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Studiengangswechsel
Studiengangswechsel: Was tun, wenn man das Studienfach wechseln möchte?

Studiengangswechsel

Wer nach den ersten Semestern feststellt, dass ihm das Studienfach einfach nicht liegt, kann den Studiengang wechseln. Steht dieser Entschluss fest, gilt es, sich vor allem gut beraten zu lassen und gewisse Formalia zu beachten. Worauf du beim Studiengangswechsel achten musst und was dieser für BAföG usw. bedeutet, haben wir dir hier zusammengefasst.

Bewusste Entscheidung: Warum möchte ich wechseln?

Viele haben bereits nach ihrem ersten Semester das Gefühl, dass irgendwas nicht passt. Vielleicht hast du dir dein Studium einfach anders vorgestellt, was vor allem bei Fächern, die man in der Schule schon hatte, leicht passieren kann. Anglistik ist nun mal etwas anderes als Schulenglisch, da man sich plötzlich mit sprachwissenschaftlichen Theorien oder Literaturkritiken auseinandersetzen muss. Auch Naturwissenschaftler, die Mathe oder Chemie im Abi hatten, tun sich oftmals mit den hohen Ansprüchen an der Uni schwer. Eine gewisse Eingewöhnungsphase, in der man sich an die Lernkultur der Hochschule anpasst, ist also ganz normal. Stellst du allerdings spätestens nach ein bis zwei Semestern fest, dass du dich nur noch durch das Studium quälst und einfach nicht zurechtkommst, liegt ein Fachwechsel nahe.

Wie finde ich die geeignete Alternative?

Wer sein Fach wechseln möchte, sollte auf jeden Fall zuerst zur Studienberatung gehen. Hier wird der Grund für den Fachwechsel näher erörtert, ehe dir Vorschläge für Alternativen unterbreitet werden. Zögere nicht, deine eigenen Interessen, Stärken und Zukunftswünsche mit der Beratung durchzusprechen – nur so können dir die Mitarbeiter dabei helfen, den geeigneten Studiengang für dich zu finden. Auch kannst du die jeweiligen Fachvertreter bzw. -berater kontaktieren und in Erfahrung bringen, welche Voraussetzungen für den potentiellen neuen Studiengang mitgebracht werden müssen. Informiere dich, wie sich das Studium in den höheren Semestern weiterentwickelt und welche Schwerpunkte auf dich zukommen. Schau beim neuen Wunschfach in jedem Fall in Vorlesungen und Seminare rein, damit du dir ein realistisches Bild von den Inhalten machen kannst. Solltest du die Hochschule wechseln wollen, gelten in etwa die gleichen Bedingungen. Allerdings bieten die Unis oft unterschiedliche Fachkombinationen an, über die du dich ausführlich informieren solltest.

Formalia – Fristen, Anrechnung und BAföG

Hast du dich für ein neues Studienfach entschieden, gehst du am besten gleich ins Studierendenservicecenter der Universität, um dich über die Rahmenbedingungen zum Fachwechsel schlau zu machen.

Hier ein paar Leitfragen, die es zu klären gilt:

  1. Ist der neue Studiengang zulassungsfrei oder zulassungsbeschränkt (via NC oder Orts-NC)? Wann kann ich mich bewerben/immatrikulieren und bis wann muss die Exmatrikulation aus dem „alten“ Studienfach erfolgt sein?
  2. Wie bewerbe ich mich auf das neue Fach? Was brauche ich noch dafür? (z.B. Eignungstests, Zulassungsgespräche, etc.)
  3. Welche bisherigen Studienleistungen und Scheine kann ich mir anrechnen lassen? Kann ich im neuen Fach vielleicht sogar in ein höheres Fachsemester eingestuft werden?

Von Seiten der Universitäten sind in den meisten Fällen auch mehrere Studienfachwechsel möglich. BAföG-Empfänger müssen aber aufpassen: Der erste Fachrichtungswechsel zieht in der Regel keine weiteren Folgen für den BAföG-Anspruch mit sich und du bekommst bis zum Ende der Regelstudienzeit dein Geld. Der Fachrichtungswechsel muss aber spätestens nach dem dritten Fachsemester unter Angabe eines „gesetzlich anerkannten“ Grundes (z.B. Eignungs-, Neigungswandel etc.) erfolgen. Wechselst du später, gibt es nur dann weiterhin BAföG, wenn du im neuen Studiengang in ein ausreichend hohes Fachsemester eingestuft wirst oder ein sogenannter „unabweisbarer Grund“ vorliegt. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn man als Sportstudent einen Unfall hatte und nun im Rollstuhl sitzt, oder aber als Chemie-Student gegen Chemikalien allergisch ist. Kläre am besten noch vor deinem Fachwechsel mit deinem BAföG-Berater oder direkt beim Bundesministerium für Bildung und Forschung ab, welche Rahmenbedingungen in deinem Fall erfüllt sein müssen, um weiterhin Geld erhalten zu können.

Keine Sorge um den Lebenslauf!

Ganz wichtig: Das Studienfach zu wechseln ist keine Schande und macht auch nicht die spätere Karriere kaputt. Durch den Wechsel in ein Fach, das einem besser liegt, beweist man späteren Arbeitgebern, dass man die eigenen Grenzen einzuschätzen und sich für seine Interessen einzusetzen weiß. Solange du den Wechsel gut begründen kannst und im Lebenslauf ein roter Faden zu erkennen ist, brauchst du dir keine Sorgen zu machen. Wichtig ist aber, dass du die Situation rechtzeitig in die Hand nimmst, dich ausreichend informierst und dir darüber klar wirst, was du möchtest. Da das als junger Mensch manchmal gar nicht so einfach ist, empfiehlt es sich immer, auf die Hilfe von Dritten zurückzugreifen und sich ausführlich beraten zu lassen.



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