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Au-Pair in Irland
Erfahrungsbericht von Sandra zum Au-Pair in Irland

Mein Jahr als Au-Pair in Irland

„Abitur – und was dann? Ihr kennt es alle, diese eine kleine Entscheidung, die die Zukunft bestimmt. Soll ich jetzt eine Ausbildung beginnen oder mich doch lieber auf ein Studium einlassen? Reicht mein Notendurchschnitt aus? Verdient man genügend Geld um über die Runden zu kommen? Was ist, wenn ich versage oder alles hinwerfe und abbreche?

Aber es gibt da noch eine andere, dritte Alternative: Ein Jahr als Au-Pair im Ausland zu verbringen.

Ich habe mich damals von August 2015 bis Juli 2016 auf dieses Experiment eingelassen und werde nun von meiner wundervollen und aufregenden Zeit in Irland berichten.

Mein Start in Irland

Vermittelt wurde ich nicht etwa durch eine Agentur, wie es normalerweise üblich ist, sondern ich hatte das große Glück durch private Kontakte an meine Gastfamilie zu kommen. Wir arrangierten zuerst ein klassisches Skype-Gespräch, sodass wir uns kennenlernen und zu Beginn abstimmen konnten, ob die Chemie passt. Dann hieß es abwarten, Daumen drücken und hoffen – und schließlich bekam ich die Rückmeldung, dass die Gastfamilie mich einstellen wollte.

Danach ging alles relativ schnell (packen, wichtige Dinge absprechen wie Reisedokumente, Krankenversicherung, Führerschein, Medikamente) und dann war der Tag endlich gekommen! Natürlich ist es eine Überwindung die eigene Familie am Flughafen zurück zu lassen und ganz allein in den Flieger zu steigen, um das große Abenteuer zu beginnen. Aber ich fühlte mich direkt heimisch, als ich den Dubliner Flughafen betrat. Meine Gastmutter war mir von Anfang an super sympathisch, sie empfing mich herzlich und wir fuhren schließlich zu dem Haus, in welchem ich für ein ganzes Jahr untergebracht sein würde.

Nun lernte ich die Hauptpersonen meines Aufenthaltes kennen: drei wundervolle Kinder. Die anfänglichen Befürchtungen, dass sie Angst haben oder mich nicht mögen würden, verflogen sehr schnell. Die Kinder waren aufgeschlossen, respektvoll und sehr verspielt.

Mein Alltag in Irland und meine Aufgaben als Au-Pair

Zu Beginn konzentrierte ich mich sehr auf die englische Sprache und die Unterschiede zwischen Irland und Deutschland. Die Essensgewohnheiten meiner Gastfamilie waren anders, wir speisten mittags kalt und hatten dafür ein warmes, deftiges Abendbrot. Außerdem musste ich mich an den Linksverkehr gewöhnen, da ich die Kinder zur Schule bringen musste. Das Wetter war anders, ich fror durchgehend und die Kosmetik war sehr teuer.

Doch mit der Zeit verflogen diese Probleme. Irgendwann sprach ich ganz automatisch auf Englisch, es machte mir richtig viel Spaß neue Worte zu erlernen und die Kinder halfen mir wo sie nur konnten. Das Essen wurde immer leckerer, ich gewöhnte mich an Porridge, Baked Beans und Hash Potatoes. Ich fuhr gerne mit dem Auto durch die Gegend und spazierte am Strand, der 5 Fahrminuten von unserem Haus entfernt war. Zudem verdiente ich genügend Geld (125€ die Woche), um meine Kosmetik aufzufüllen und gelegentlich shoppen zu gehen.

Auch im Alltag regelte sich alles wie von selbst. Zu meinen Aufgaben gehörten vor allem die Betreuung der Kinder, ich spielte mit ihnen, wir bastelten, gingen gerne zum Spielplatz und ich half den Größeren bei ihren Hausaufgaben. Zudem musste ich für die Familie kochen und leichte Haushaltsaufgaben wie das Staubsaugen, das Bügeln, die Wäsche waschen oder das Einkaufen übernehmen.

Jedoch fühlte ich mich nicht in der Rolle einer Tagesmutter, sondern ich lebte in einer anderen Familie und hatte zusätzlich die Möglichkeit zu reisen und die Sprache zu erlernen. Zudem unternahmen wir viel zusammen und ich wurde behandelt wie ein Familienmitglied. Über die Weihnachtsfeiertage durfte ich für zwei Wochen zurück nach Deutschland fliegen, um bei meiner Familie zu sein. Zudem haben mich meine Lieben in Irland besucht und aufgrund dessen bekam ich noch eine Woche zusätzlich Urlaub.

In Irland lernte ich sehr schnell neue Leute kennen, darunter viele Au-Pairs aus meiner Nachbarschaft, die aus vielen verschiedenen Ländern kamen. Wir gingen zusammen zum Sport oder feiern und besuchten die schönsten Plätze, die Irland zu bieten hat. Aber der Hauptgrund, warum ich mich in Irland so wohl fühlte, waren die Iren selbst. Sie haben so eine lockere und offene Art, helfen dir bei jedem Problem und sind sehr respektvoll.

Was hat mir diese Erfahrung im Ausland gebracht? Kann ich es weiterempfehlen?

Ja, ja und nochmals ja. Seinen eigenen Weg zu gehen und sich selbst zu finden ist der erste Schritt zur Selbstständigkeit und man wird durch diese Erfahrung erwachsen. Ich persönlich habe sprachlich sehr viel dazu gelernt und mich beruflich orientiert. Vor allem für Abiturienten, die sich noch ungewiss bezüglich der Zukunft sind, ist dieses Erlebnis die beste Entscheidung.“
 
Von Sandra



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