Bachelor Bodenwissenschaften

Das Studium zum Ressourcenmanager

Boden: Was für viele nur „Dreck“ ist, ist eigentlich ein kostbares natürliches Gut. Da Boden eine sogenannte nicht vermehrbare Ressource darstellt, nimmt der Verlust an Boden in Industrie- und Schwellenländern dramatische Ausmaße an. Damit wird nicht nur die globale Versorgung mit Nahrung gefährdet – auch die Artenvielfalt, die Wasserqualität und die Klima-Stabilität können dauerhaft geschädigt werden. Umso wichtiger ist es deshalb, verantwortungsvoll mit unseren Bodenressourcen umzugehen. Hierfür werden Fachleute benötigt, die Bodeneigenschaften und im Boden ablaufende Prozesse erforschen, um Lösungsansätze für ein vorausschauendes Bodenmanagement zu entwickeln.

    Studiengänge für Bodenwissenschaften

    Inhalte im Studiengang Bodenwissenschaften

    Im Studium der Bodenwissenschaften werden Vorlesungen wie Allgemeine Bodenkunde, Bodenbiologie (Boden als Lebensraum), Bodenchemie (Boden als Laboratorium) und Boden- und Umweltphysik (Wasser-, Stoff-, und Wärmehaushalt) angeboten.

    Ein wesentlicher Aspekt dieses Studienganges ist der umfassende Praxisbezug: Projektarbeiten und Exkursionen, zum Beispiel nach Südwestdeutschland, Italien oder auch Russland, veranschaulichen die unterschiedliche Entstehung von Böden und verdeutlichen die Zusammenhänge von Böden, Vegetation und Landnutzung.

    Das Studium der Bodenwissenschaften ist an sich schon sehr spezialisiert und wird an vielen Universitäten nur als Vertiefung eines umfassenderen Studiengangs wie Geographie, Gartenbau oder Wasser- und Bodenmanagement angeboten. Dennoch besteht die Möglichkeit, sich im Hauptstudium der Bodenwissenschaften durch Seminare wie Tropische Standortskunde zu spezialisieren.

    Karriere nach dem Bachelor Bodenwissenschaften

    Nach erfolgreichem Abschluss deines Bachelors in Bodenwissenschaften erhältst du den Titel des Bachelor of Science in Agriculture. Damit stehen dir viele Türen in der Arbeitswelt offen:

    • Umweltanalytiker (Erfassung und Auswertung von Schadstoffbelastungen)
    • Gutachter (Risikoabschätzung, Sanierungskonzepte)
    • Berater von Industrie, Unternehmen, Landwirtschaft oder Wasserwirtschaft
    • Politiker (Gremien, Ämter für Umweltschutz)
    • Lehrer (Berufs- und Fachhochschulen, Universitäten)
    • Forscher

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