Studium in England

Allgemeines zum Studieren in England

In England, Wales, Schottland und Nord-Irland gibt es eine große Anzahl von kleineren Colleges, einige sehr renommierte Business Schools und fast 130 Universitäten. Großbritannien gehört zu den Top-3 Studienzielen deutscher Studenten im Ausland, mit mehr als 18.000 Studenten aus Deutschland.

Die Studiengebühren in Großbritannien sind relativ hoch, trotzdem ist ein Studium dort vielversprechend. Zum Beispiel lassen einige Hochschulen dich auch ohne Abitur aber mit viel Berufserfahrung und Mittlerer Reife zum Studium zu. In welchen Berufssparten das möglich ist, erfährst du direkt bei den Universitäten.

Im Folgenden erfährst du alle wichtigen Infos zum Studium in England und wie du es am besten vorbereitest.
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Zulassung zum Studium in England – Bewerbungskriterien und Sprachnachweise

Um in Großbritannien studieren zu können, musst du dich über das UCAS-System bewerben, statt dich direkt bei den Hochschulen anzumelden. Dazu brauchst du ein übersetztes deutsches Abitur- oder Fachabiturzeugnis. Außerdem solltest du auch einen offiziellen Sprachtest zum Nachweis deiner Englischkenntnisse einreichen Hierfür eignen sich am besten der TOEFL aus den USA oder der in Großbritannien beliebtere IELTS-Sprachtest.

Da Großbritannien noch zur EU gehört, brauchst du als Deutscher für deine Studienzeit kein Visum und keine Aufenthaltsgenehmigung. Die meisten Universitäten schreiben jedoch den Abschluss einer Krankenversicherung vor oder bieten sogar eine an. Diese kannst du entweder schon von Deutschland aus beantragen oder dich vor Ort darum kümmern.

Ein Studium in England – Was kostet der Spaß?

Die Studiengebühren in Großbritannien sind zwar bei weitem nicht so hoch wie in anderen englischsprachigen Ländern, jedoch immer noch höher als es deutsche Studenten gewohnt sind. Ein Studium in England ist somit eine teure Angelegenheit. An britischen Hochschulen gelten für den Bachelor, mit Ausnahme von Schottland, im Vergleich zu Deutschland hohe Studiengebühren. In Schottland kannst du dagegen eine Befreiung von den Studiengebühren jedes Jahr neu beantragen. Dort müssen lediglich Studierende aus dem Rest des Vereinigten Königreichs Gebühren bezahlen - so wird eine Bewerber-Flut verhindert.

Alle Hochschulen in Großbritannien erheben vom Staat festgesetzte Gebühren, die seit Winter 2015/16 erhöht wurden und bei 6.000£ bis zu 9.000£ pro Jahr liegen.  Je nachdem, ob du aus der EU (sogenannte Home-Students) oder dem EU-Ausland (Oversea/International Students) kommst, variieren die Kosten. An wenigen Hochschulen bezahlst du sogar mehr, je nach Fach und auch Ruf der Hochschule.

Hinzu kommen Kosten für deine Unterkunft. Je nach deinen Lebensgewohnheiten und deinen finanziellen Möglichkeiten gibt es verschiedene Unterbringungsmöglichkeiten in Großbritannien. Du hast die Auswahl zwischen einer WG, einer Unterkunft bei einer Gastfamilie oder einem Studentenapartment auf dem Campus der Hochschule. Lage, Ort und Größe bestimmen natürlich den Preis. Während London bekannt ist für seine hohen Mietkosten, findest du weiter außerhalb auch eine günstigere Bleibe. Auf den Hochschul-Websites findest du oft sehr gute Adressen, bei denen du dich über die Unterkünfte vor Ort informieren kannst.

Die Lebenshaltungskosten sind in Großbritannien im Allgemeinen höher als in Deutschland. Um ihr Taschengeld aufzubessern, haben viele Studierende einen Nebenjob. Für ein Studium in Großbritannien stehen dir eine Menge Finanzierungsmöglichkeiten zur Verfügung. Deutsche können das Auslands-BAföG auch in Großbritannien nutzen, das man abhängig vom Elterneinkommen für das komplette Studium bekommen kann. Jedoch gilt beim Auslands-Bafög die Höchstgrenze von 4.600 Euro für die Förderung eines Auslandsaufenthaltes.

Daneben gibt es auch Möglichkeiten, die Gebühren durch den britischen Staat übernehmen zu lassen, beziehungsweise Stipendien zu erhalten. Zudem gibt es für Deutsche auch die Möglichkeit, Bildungskredite oder Bildungsfonds zu erhalten.

Was studieren Deutsche in England? Für wie lange? Und wird es anerkannt?

Deutsche studieren in Großbritannien besonders gerne Wirtschaftswissenschaften, Naturwissenschaften, Recht, Sport und Sprachwissenschaften. Im Bereich Wirtschaftswissenschaften und Sprachwissenschaften hat England einen natürlichen Vorteil aufgrund seines schon lange währenden guten Rufes in diesen Fächern. Aber auch für naturwissenschaftliche Forschung herrschen in Großbritannien gute Rahmenbedingungen.

Den Bachelor kannst du in Großbritannien je nach Hochschule und Fach in drei, in Schottland in vier Jahren absolvieren. In Bereichen wie Medizin oder Jura dauert das Studium bis zum Erreichen der Berufsqualifikation in Großbritannien fünf bis sechs Jahre. Praktisch alle britischen Hochschulen bieten natürlich auch Semester- oder Sommerprogramme an.

Obwohl Großbritannien zur EU gehört und das ECTS-System anwendet, solltest du auf jeden Fall schon vor Studienbeginn sicherstellen, dass deutsche Ämter oder Hochschulen deine Studienleistungen aus England anerkennen. Besonders wichtig ist die Anerkennung, wenn du später einen sogenannten „geschützten Beruf“ wie Rechtsanwalt, Arzt, Dolmetscher, Architekt oder etwas Ähnliches in Deutschland ausüben möchtest. Falls du dir nicht 100 Prozent im Klaren darüber bist, ob dein Studium in Deutschland anerkannt wird, kannst du dich bei der britischen Botschaft oder Konsulaten darüber informieren.

Studium in England - Fazit

Trotz der vergleichsweise hohen Kosten ist Großbritannien beliebt bei deutschen Studenten, besonders bei denen, die einen Auslandsaufenthalt für ihr Studium planen und ihre Sprachkenntnisse verbessern wollen. England überzeugt wegen seines guten Rufes als Land mit langer Bildungstradition, aber auch wegen der Möglichkeit, dort nahe an Deutschland und trotzdem sehr international zu studieren.

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