Neues Jahr, neue Vorsätze?

Warum Vorsätze mal gar nichts bringen

Na, wie sind deine Vorsätze für 2019? Viele starten nach Silvester schließlich mit großen Plänen in das neue Jahr: „Dieses Jahr mache ich jede Woche vier Mal Sport“, „Dieses Jahr passe ich in der Schule besser auf“, oder „Dieses Jahr trinke ich jeden Tag zwei Liter Wasser“ – das sind nur ein paar der Sätze, die bestimmt jeder von uns schon mal gehört oder sogar auf der eigenen Liste stehen hatte. Meistens kehren diese Vorsätze nämlich alle Jahre wieder unangerührt aufs Blatt Papier zurück.

Zunächst klingt die Idee natürlich vorbildlich, doch im Laufe der nächsten Monate wird einem meistens schnell bewusst: Das wird (schon wieder) nichts. Schnell und unauffällig verwandeln sich die großen Pläne in ein großes schlechtes Gewissen und am Ende des Jahres hat man das Gefühl, (schon wieder) so gar nichts erreicht zu haben. Zusammengefasst: Vorsätze können ganz schön nerven und es gibt einige Gründe dafür, warum es sich eigentlich gar nicht lohnt, jedes Jahr wieder (schon wieder) neue Vorsätze zu machen.

1. Sie machen dir Druck

Natürlich kann Sport Spaß machen. Aber nicht, wenn man sich fühlt, als hätte man keine andere Wahl. Dir vorzunehmen, fünf Kilo abzunehmen, setzt dich unnötig unter Druck, anstatt dir die Freude an einer neuen Sportart aufzuzeigen. Und jede Woche wirst du von jemandem daran erinnert, du hättest dir doch vorgenommen, weniger Schokolade zu essen. Schlechtes Gewissen, herzlich willkommen!

2. Sie erinnern dich an Misserfolge

Hier ein Beispiel: Du hast dir vorgenommen, dieses Jahr eine Eins in Mathe zu bekommen. Du hast dich angestrengt, viel gelernt, bist vielleicht sogar zur Nachhilfe gegangen und letztendlich steht dann eine Zwei auf deinem Zeugnis. Anstatt dich an dieser guten Note zu erfreuen, konzentrierst du dich darauf, dass du dein Ziel nicht erreicht hast. Somit verpasst du dir selbst einen Rückschlag, den es objektiv gesehen gar nicht gibt.

3. Sie sind oft unrealistisch

Seien wir mal ehrlich: Niemand schafft es, ein ganzes Jahr über jeden Tag zwei Liter Wasser zu trinken. Doch meistens sind Neujahrsvorsätze genau so formuliert – vollkommen unrealistisch. Sie zwingen dich dazu, einem viel zu hoch gesteckten Ziel hinterherzujagen und wenn du aus der Puste bist, dann fühlst du dich schlecht. Dabei spielt es in deinem Kopf gar keine Rolle mehr, ob die Ziellinie überhaupt erreichbar war. Letztendlich ist dieser Sprint doch vollkommen unnötig und stiehlt dir Zeit und Energie, die du für realistische Vorsätze einsetzen könntest.

Es geht auch anders

Das soll nicht heißen, dass es überhaupt keine positiven Eigenschaften der Tradition gibt. Selbstverständlich ist es eine gute Idee, sich Dinge für das neue Jahr vorzunehmen. Dadurch hast du schließlich deine Ziele im Blick und bleibst produktiv und fokussiert. Nichtsdestotrotz verfehlen sie häufig schlicht die motivierende Wirkung, die sie haben sollten. Die gute Nachricht: Du kannst auch ohne strikte Vorsätze viel im neuen Jahr erreichen und im Dezember stolz auf deine Errungenschaften zurückblicken. Hier sind ein paar Ideen, wie’s geht:

Klein aber fein

Neujahrsvorsätze klingen riesig und unmöglich umsetzbar und oftmals sind sie das auch. Versuch also mal, dir kleinere Ziele zu setzen und sie über das Jahr hinweg zu verteilen. Anstatt überwältigt von deinen Plänen zu sein, kannst du dich dann auf wenige Dinge pro Monat konzentrieren und deine Wünsche so direkter und erfolgreicher abarbeiten. Außerdem ist es völlig normal, dass sich dein Leben über den Lauf eines Jahres verändert und weiterentwickelt, und damit auch deine Interessen, Freundschaften und so weiter. Was du dir vornimmst, hängt oft mit diesen Entwicklungen zusammen und deshalb macht es Sinn, deine Vorsätze auch darauf abzustimmen. Neujahr ist also nicht die einzige Gelegenheit für gute Ideen, ganz im Gegenteil. Momente für einen Neuanfang warten hinter jeder Ecke.

Wollen statt müssen

Leider handeln unsere Vorsätze oft von eher unschönen Dingen. Von Dingen, die wir nicht unbedingt machen wollen, die wir aber machen müssen. Kein Wunder also, dass sie meistens nicht umgesetzt werden. Zu Beginn des neuen Jahres hat man dann direkt mehrere Aufgaben vor sich, die zu erledigen sind. Nicht gerade eine schöne Vorstellung. Wie wäre es also, sich stattdessen mal Dinge vorzunehmen, auf die man wirklich Lust hat?! Es gibt eine Vielzahl an interessanten Sachen, die man lernen und entdecken kann. Zum Beispiel kannst du dir vornehmen, zu lernen, wie man jongliert. Oder wie man eine richtig leckere Schokoladentorte backt. Oder wie magische Kartentricks funktionieren. Du hast die freie Wahl! Dadurch werden Vorsätze von der Pflicht zur neuen Möglichkeit.

Nobody’s perfect

Es ist wichtig, zu akzeptieren, dass man manche Dinge nicht direkt schafft. Nicht in einer Woche, nicht in einem Monat und manchmal eben auch nicht in einem Jahr. Rückschläge sind okay und du brauchst dich deswegen nicht fertig zu machen. Dann warst du eben nicht jede Woche joggen – na und? Lass dich nicht unterkriegen und versuch es im nächsten Jahr noch einmal. Für 2018 kannst du dir zum Beispiel stattdessen vornehmen, ein paar lustige Sportarten mit deinen Freunden auszuprobieren, zum Beispiel Squash oder Wasserball. Letztendlich führt das schließlich zum gleichen Ziel, nämlich dass du dich aktiver fühlst. Und mit unseren Tipps nervt das Ganze hoffentlich weniger und macht dafür doppelt so viel Spaß!

Empfehlung der Redaktion

Hochschule der Woche

EU Business School

Empfehlung der Redaktion

Studiengang der Woche

Bachelor of Science – Vertiefungsrichtung Wirtschaftsinformatik (B.Sc.)

Empfehlung der Redaktion

Beitrag der Woche

Online Tag der offenen Tür, 28. Mai 2020

Mit der Nutzung dieser Website erklärt sich der Nutzer damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen.
Verstanden