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Tipps zum wissenschaftlichen Schreiben

Das Anfertigen einer Bachelorarbeit ist für jeden Studenten eine große Sache. Nicht selten gehen mit dieser Aufgabe schlaflose Nächte und Kopfzerbrechen einher. Doch das muss nicht sein. Werden einige Ratschläge beherzigt, steht einem erfolgreichen Abschluss nichts mehr im Wege.

Das A und O – Organisation und Zeitmanagement

In vielen Fällen wird der zeitliche Aufwand einzelner Phasen bei der Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit unterschätzt. Insbesondere während des anfänglichen Prozesses gilt es, genügend Zeit einzuplanen. Sowohl die Themenfindung als auch die Wahl eines passenden Betreuers werden bereits einige Wochen in Anspruch nehmen. Aufgrund dessen lohnt sich vorab das Anfertigen eines groben Ablaufplans. Dieser gibt auch im späteren Verlauf Sicherheit und zeigt dem Studenten, ob der zeitliche Rahmen eingehalten werden kann.

Grundsätzlich kann eine Bachelorarbeit in drei Phasen aufgeteilt werden:

  • Phase I: Themenfindung / Vorauswahl
  • Phase II: Schreiben / Formulieren
  • Phase III: Überarbeitung

Die erste Phase macht ca. 30 Prozent des gesamten Prozesses aus und dient der Themenfindung sowie der ausgiebigen Literaturrecherche. Zum Abschluss dieses Teils sollte die Gliederung fertiggestellt werden.?Phase II verfolgt das Ziel, die wissenschaftliche Arbeit zu formulieren. Zu Beginn kann es hilfreich sein, für einzelne Gliederungspunkte Stichpunkte herauszuschreiben oder Zitate zusammenzufassen.

Der zeitliche Umfang beträgt ebenfalls in etwa 30 Prozent. Mit mindestens 40 Prozent der gesamten Arbeitszeit muss in Phase III gerechnet werden. Eine ausführliche Überarbeitung ist unabdinglich, um eine erfolgreiche Bachelorarbeit zu erstellen. Hierbei müssen sowohl Inhalt und Grammatik als auch die formale Struktur und das Layout kontrolliert werden. Zwischen der Formulierung und der Revidierungsphase lohnt sich eine kleine Verschnaufpause. Durch etwas Abstand kann der Text deutlich besser gegengelesen und Argumente überprüft werden.

Neben der Selbstkontrolle sollten in jedem Fall noch weitere Personen die Arbeit lesen. Dafür eignen sich Kommilitonen, Freunde oder Familienmitglieder, die selbst einen akademischen Hintergrund, einen Themenbezug oder überdurchschnittliche Rechtschreib- und Zeichensetzungskenntnisse haben. Wer auf Nummer sicher gehen will, lässt die Arbeit von einem professionellen Lektor prüfen.

In der Endphase sollte weiterhin eine kleine zeitliche Reserve eingeplant werden. Dieser Puffer kann unvorhergesehene Schwierigkeiten auffangen und schützt vor Zeitdruck.

Themenfindung

Die Themenwahl trägt entscheidend zum Gelingen der Bachelorarbeit bei und bedarf daher einer umfangreichen Recherche und Vorbereitung. Zunächst sollten einige Vorschläge gesammelt und ausgewertet werden, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird.

Dabei helfen folgende Fragen:

  • Welcher Themenbereich interessiert mich persönlich?
  • Kann ich zu dieser Fragestellung etwas aus meiner persönlichen Erfahrung (z. B. durch Praktika) einbringen?
  • Ist für diese Aufgabe ausreichend Literatur vorhanden?
  • Welcher Betreuer kommt für dieses Thema infrage?
  • Welche Voraussetzungen sind erforderlich, um dieses Problem zu bearbeiten?
  • Handelt es sich um eine Themenstellung, die klar genug eingegrenzt ist?
  • Wurde die Fragestellung bereits zu einem früheren Zeitpunkt behandelt?

Ist das Thema gewählt, ist es hilfreich, einen Dozenten oder den gewählten Betreuer miteinzubeziehen und den Titel vorzustellen. Dabei können etwaige Schwierigkeiten in der Formulierung geklärt und Tipps für das weitere Vorgehen eingeholt werden.

Inhaltliche Aspekte

Eine wissenschaftliche Arbeit verfolgt das Ziel, eine zuvor gestellte Ausgangsfrage zu beantworten. Dafür ist es notwendig, sich kritisch und insbesondere eigenständig mit der Fragestellung auseinanderzusetzen. Es ist nicht ausreichend, eine Behauptung aufzustellen und durch die Hinzunahme von Fachliteratur zu belegen. Vielmehr müssen Argumente unabhängig auf ihre Logik und Vollständigkeit überprüft werden. Nach der Vorstellung einer These folgt eine wissenschaftliche Meinung. Erst im Anschluss daran wird die eigene Ansicht aufgeführt.
Selbstständig getroffene Aussagen müssen ebenso deutlich erkennbar sein wie theoretische Angaben. Dabei ist wichtig, die persönliche Position logisch aufzubauen und zu begründen. Durch Zitate oder empirische Daten kann die persönliche Aussage untermauert werden.

Formale Gestaltung

Eine übergreifende Regelung zur formalen Gestaltung einer Bachelorarbeit sowie der Zitierweise gibt es nicht. Die jeweilige Hochschule legt alle Formvorgaben individuell fest. Die Studenten erhalten meist vorab ein Informationsblatt, das Layout und Form verbindlich regelt. Diese Vorgaben sind zwingend einzuhalten, da sie anteilig zur Endnote zählen.

Die korrekte Formatierung bereitet vielen Studenten Schwierigkeiten. Aufgrund dessen bieten Hochschulen häufig Vorbereitungs- und Unterstützungskurse an, die sich dieser Thematik widmen. Wer sich eigenständig informieren möchte, findet im Internet viele Hilfeseiten, die bestimmte Einstellungen Schritt für Schritt erklären.

Es ist ratsam, sich vor dem Schreibprozess mit dieser Aufgabe auseinanderzusetzen. Eine nachträgliche Formatierung ist oftmals deutlich problematischer und mit einem großen Zeitaufwand verbunden.

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