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Medizin und Gesundheit

Gesundheitsförderung

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Gesundheitsförderung an der Hochschule Fulda

Vielfältige Faktoren fördern oder belasten das Wohlbefinden und die Gesundheit des Einzelnen und der Bevölkerung: Sauberes Wasser und unbelastete Lebensmittel, Arbeits- und Wohnbedingungen, materielle Möglichkeiten und Teilhabechancen, psychische Belastungen oder soziale Unterstützung, Sicherheit vor Gewalt oder vor Infektionen, körperliche Aktivität und Umgang mit Genussmitteln sind einige Beispiele dafür. Prävention von Erkrankungen ist besonders wirksam, wenn gleichzeitig an der Veränderung von Verhalten und Verhältnissen angesetzt wird. Gesundheitsförderung fragt zudem nach Ressourcen und Schutzfaktoren.

Prävention und Gesundheitsförderung bieten Chancen, die Anzahl gesunder Jahre von Menschen zu verlängern, eine lange Beschäftigungsfähigkeit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Unternehmen zu erhalten und eine hochwertige Gesundheitsversorgung finanzierbar zu halten. In der Praxis der Gesundheitsförderung wird es, auch angesichts knapper Mittel von öffentlicher Hand und von den Leistungsträgern, zugleich immer wichtiger nach Kriterien für die Qualität von Maßnahmen der Gesundheitsförderung zu fragen und ihre Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit nachzuweisen. Dafür bedarf es wissenschaftlich qualifizierter Fachkräfte, die die Praxis beurteilen, nach wissenschaftlichen Nachweisen recherchieren und Maßnahmen evaluieren können. Hier gibt es Nachholbedarf, nicht nur in Deutschland.

Kontakt
Susan.Wank@pg.hs-fulda.de
0661 964 063 21

Gesundheitsförderung an der Hochschule Fulda - Inhalte

Die Regelstudienzeit für den Bachelorstudiengang beträgt sechs Semester. In den ersten zwei Semestern vermitteln wir Ihnen ein solides Grundlagenwissen in gesundheits- und naturwissenschaftlichen Modulen, in denen Sie Ihr Interesse für bestimmte Handlungsfelder und Zielgruppen in der Arbeit der Gesundheitsförderung und Prävention bereits erforschen können. Von Beginn des Studiums an werden Sie mit den Methoden des wissenschaftlichen Arbeitens vertraut gemacht. In Kleingruppen können Sie erste Erfahrungen in der Teamarbeit sammeln.

Ab dem dritten Semester erhalten Sie ein umfassendes, methodisches Repertoire, mit deren Hilfe Sie die Qualität bereits bestehender Angebote im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention systematisch bewerten und weiter entwickeln können. Ein Praxissemester im Umfang von 640 Stunden findet im vierten Semester statt. Auslandsaufenthalte sind erwünscht und werden seitens des Fachbereichs unterstützt.

Im fünften und sechsten Semester können Sie zwischen drei Schwerpunkten wählen:

  • Gesundheitsfördernde Organisationsentwicklung
  • Gesundheitskommunikation
  • Gesundheitsberichterstattung und Gesundheitsschutz

Durch Exkursionen, Gastvorträge, die Unterstützung von Praktikerinnen und Praktikern in der Lehre, ein studentisches Projekt im fünften und sechsten Semester sowie das Praxissemester bekommen Sie schon im Studium einen umfassenden Bezug zur Praxis.

Fakten zum Studiengang

Trägerschaft

staatlich

Hochschulart

Fachhochschule

Studienort

Fulda

Fachrichtung

Medizin und Gesundheit

Unterrichtssprache

Deutsch

Abschluss

Bachelor of Science

Semesterbeitrag

290 EUR

Studienform

Vollzeit
6 Semester Studienzeit
Kosten EU: keine Angabe
Kosten Nicht-EU: keine Angabe

Impressionen

Gesundheitsförderung an der Hochschule Fulda - Karriere

Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs Gesundheitsförderung haben ihre Stärken weniger darin, Ernährungsberatung durchzuführen oder Bewegungskurse anzubieten – hier gibt es viel Konkurrenz durch andere Studiengänge und Berufsausbildungen. Ihre besondere Stärke nach Abschluss des Studiums sind die methodischen und konzeptionellen Kompetenzen. Potenzielle Arbeitgeber sind:

  • Präventionsträger wie Krankenkassen oder Stiftungen, die die Qualität von Programmen bewerten müssen, die sie finanzieren
  • Leistungserbringer wie Unternehmen, Unternehmensberatungen, Wohlfahrtsverbände, Projekte, Initiativen, Dachverbände oder Landesvereinigungen, die die Qualität ihrer Programme nachweisen müssen, die sie durchführen
  • Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitswesens wie die Weltgesundheitsorganisation, Ministerien, Gesundheitsämter oder Institute, die die Qualität von Programmen der Gesundheitsförderung und Prävention bewerten oder weiter entwickeln oder mehr Forschung einfordern müssen oder
  • Fortbildungsträger und Redaktionen

Mit dem Präventionsgesetz, das seit 2016 in Kraft getreten ist, haben sich die Beschäftigungschancen nochmals deutlich verbessert. Viele Absolventinnen und Absolventen entscheiden sich dennoch dafür, nach dem Bachelor-Abschluss direkt ein Master-Studium anzuschließen und schreiben sich in Fulda etwa in den Studiengang Public Health ein.

Gesundheitsförderung an der Hochschule Fulda - Zulassung

Studieren kann, wer über eine Hoschschulzugangsberechtigung verfügt (Abitur, Fachabitur oder fachgebundene Hochschulreife). Ein sechswöchiges Vorpraktikum in den Tätigkeitsbereichen von Gesundheitsförderung und Prävention wird empfohlen.
Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist nicht Voraussetzung für die Zulassung zum Studium.

Für internationale Studierende: Deutsche Sprachkenntnisse auf dem Niveau DSH 2 (Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang).

Weitere Studiengänge der Hochschule

Gesundheitsförderung an der Hochschule Fulda - Anerkennung von beruflich erworbenen Kompetenzen

Bereits in der beruflichen Bildung bzw. beruflichen Praxis erworbene Kompetenzen können über das APEL-Verfahren individuell auf einzelne Module des Studiums angerechnet werden. Grundlage hierfür ist ein individueller Nachweis der Kompetenzen, die in den Modulbeschreibungen definiert sind.

Für beruflich Qualifizierte ohne Hochschulzugangsberechtigung (Abitur, Fachabitur) besteht die Möglichkeit über eine Hochschulzugangsprüfung zum Studium zugelassen zu werden ("Studieren ohne Abitur").

Gesundheitsförderung an der Hochschule Fulda - Voraussetzungen

Einen Beitrag zur Qualitätsentwicklung von Gesundheitsförderung und Prävention in Deutschland leisten – das ist eine Zukunftschance für Schulabgängerinnen und Schulabgänger mit Hochschulzugangsberechtigung, die sich für Wissenschaft und Gesundheit interessieren und eine Aufgabe übernehmen wollen, die für die Gesellschaft von Nutzen ist. Im  Vordergrund steht hier eine bevölkerungsbezogene und wissenschaftlich fundierte Perspektive.

Was sollten Sie mitbringen? Ein Blick über den Tellerrand hinaus sowie ein Denken in komplexen Zusammenhängen. Gesundheitswissenschaftlerinnen und Gesundheitswissenschaftler beschäftigen sich unter anderem mit Zukunftsszenarien, sie arbeiten mit Wahrscheinlichkeitsberechnungen und aktuellen Datenerhebungen zum Gesundheitszustand von Bevölkerungsgruppen.

Sie beschäftigen sich mit der Bewertung von Studien, um den gegenwärtigen und zukünftigen Bedarf an gesundheitsfördernden Programmen zielgruppenspezifisch ermitteln und konzeptionell unter der Einhaltung von strengen Qualitätskriterien erarbeiten zu können, sowie bestehende Programme auf Ihre Qualität zu prüfen. Wenn Sie sich weder von Englisch noch von Zahlen Angst einjagen lassen und Sie neugierig genug sind, sich auf ein innovatives Feld einzulassen, dann bringen Sie gute Voraussetzungen mit.

Kontakt

Hochschule
Hochschule Fulda, University of Applied Sciences

Studienorte
Fulda