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Medizin und Gesundheit

Hebammenkunde

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Kurzprofil

Hebammen begleiten Frauen und ihre Familien in Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit sowie bei Fragen der Familienplanung. Verlaufen diese Prozesse physiologisch, also im weitesten Sinne normal, arbeiten Hebammen selbständig und eigenverantwortlich, wobei sie die Bedürfnisse und Möglichkeiten sowie die Selbstbestimmung der zu betreuenden Frauen in den Vordergrund stellen. Um den komplexen Aufgaben der Hebammenarbeit verantwortungsvoll und situationsgerecht zu begegnen und eine zugewandte Betreuung zu gewährleisten, brauchen Hebammen neben hoher fachlicher Kompetenz die Fähigkeit, sich selbst und ihre Handlungen kritisch zu reflektieren, starke Nerven und die Leidenschaft sich in die Lebenssituationen anderer Frauen einzufühlen und diese im Hinblick auf nachhaltige Familiengesundheit mitzugestalten.

Der primärqualifizierende Studiengang Hebammenkunde umfasst das gesamte Spektrum originärer Hebammentätigkeit und bietet zudem eine wissenschaftlich fundierte und praxisorientierte Ausbildung auf Hochschulniveau unter Vermittlung der notwendigen Grundfertigkeiten zum Ausüben des Hebammenberufs. Die Hochschulqualifikation sichert die Anpassung an internationale Standards bezüglich Ausbildung und Berufsausübung.

Studienverlauf

17 kompetenzorientierte Module bereiten die Studierenden an der Hochschule durch Seminare, Vorlesungen, Selbststudium und anhand von projektbezogenen und problemorientierten Aufgabenstellungen im Skills-Lab auf die Hebammenarbeit vor.

Schwerpunkte des Lehr-/Lernangebots sind neben den Kernkompetenzen der Hebammenkunde auch die Methodenkompetenz im Bereich Hebammenforschung sowie 3000 berufspraktische Stunden (gemäß der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Hebammen). Ab dem zweiten Semester werden diese Stunden in Blockpraktika während des Semesters und in der vorlesungsfreien Zeit absolviert.

In neun unterschiedlichen Praxisphasen erwerben und vertiefen die Studierenden dabei ihre berufliche Handlungskompetenz im Berufsfeld der Hebammenarbeit. Der Studiengang kooperiert hierfür mit geburtshilflichen Abteilungen verschiedener Kliniken ebenso wie mit außerklinischen hebammengeleiteten Institutionen (Geburtshäusern, Hebammenpraxen) und Kinderkliniken der Umgebung. Für einen einsemestrigen Praxiseinsatz im dritten Studienjahr ist darüber hinaus die Kooperation mit Einrichtungen im gesamten Bundesgebiet und in Europa vorgesehen.

Fakten zum Studiengang

Trägerschaft

staatlich

Hochschulart

Fachhochschule

Studienort

Fulda

Unterrichtssprache

Deutsch

Fachrichtung

Medizin und Gesundheit

Abschluss

Bachelor of Science

Semesterbeitrag

290 EUR

Studienformen

Vollzeit
8 Semester Studienzeit
Kosten EU: keine Angabe
Kosten Nicht-EU: keine Angabe

Duales / ausbildungsbegleitendes Studium
8 Semester Studienzeit
Kosten EU: keine Angabe
Kosten Nicht-EU: keine Angabe

Impressionen

Karriere

Hebammen arbeiten in der Schwangerenvorsorge und -beratung, sie helfen bei Beschwerden in der Schwangerschaft, leisten Geburtshilfe und  Wochenbettbetreuung und bieten Still- und Ernährungsberatung an. Außerdem leiten sie Kurse zu den Themen Eltern werden und Eltern sein (Geburtsvorbereitung, Rückbildung, Säuglingspflege) bei unterschiedlichen Trägern an.

Hebammen können angestellt oder als Belegerinnen im Krankenhaus oder in einer Arztpraxis, selbstständig mit eigener Praxis, im Praxisteam oder im Geburtshaus arbeiten. Dabei  sind sie in interdisziplinären Teams oder Netzwerken tätig. Auch angrenzende Bereiche der Hebammenarbeit, wie Beratungsstellen, das Jugendamt oder der öffentliche Gesundheitsdienst sind mögliche Einsatzbereiche. Hier ist die Tätigkeit als „Familienhebamme“ hervorzuheben, die Familien im Rahmen früher Hilfen im ersten Lebensjahr begleitet.

Zulassung

Zum Studium kann zugelassen werden, wer über eine Hochschulzugangsberechtigung (Abitur, Fachabitur) verfügt und bis zum Studienbeginn ein Vorpraktikum von sechs Wochen Vollzeit (oder äquivalent Teilzeit) in einem für die Hebammentätigkeit relevanten Bereich absolviert hat. Zudem benötigen wir von Ihnen ein Zeugnis, das bescheinigt, dass Sie gesundheitlich zur Ausübung des Berufs geeignet sind. Eine Berufsausbildung ist nicht erforderlich.

Wer bereits eine Berufszulassung als Hebamme und eine Hochschulzugangsberechtigung hat, kann ebenfalls Hebammenkunde studieren und sich bereits erworbene Kompetenzen individuell anrechnen lassen.
Wer nicht über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügt, hat die Möglichkeit diese über die sogenannte "Hochschulzugangsprüfung für beruflich Qualifizierte" an unserer Hochschule zu erwerben ("Studieren ohne Abitur").

Für internationale Studierende: Deutsche Sprachkenntnisse auf dem Niveau DSH 2 (Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang) spätestens am Tag der Immatrikulation. Zum Zeitpunkt der Bewerbung ist ein niedrigeres Niveau ausreichend.

Voraussetzungen

Studieninteressierte sollten motiviert sein, selbstständig und wissenschaftlich fundiert zu arbeiten, um Frauen und ihre Angehörigen  in allen Fragen rund um die Geburt eines Kindes zu begleiten. Dies verlangt von den Studierenden, ein Bewusstsein für eine bedarfs- und bedürfnisorientierte Versorgung zu entwickeln und diese berufspolitisch in der Gesellschaft zu verteidigen. Sie sollten sich vorstellen können, als fertige Hebamme in Schichtdiensten zu arbeiten, dies schließt Nachtdienste und Wochenenden mit ein. Hebammen können in Geburtskliniken angestellt sein oder selbstständig als Beleghebammen, in Geburtshäusern oder eigenen Praxen arbeiten. Die praktischen Tätigkeiten als Hebamme erfordern ein hohes Maß an körpernahen Arbeiten.

Gute Gründe

Fünf gute Gründe Hebammenkunde zu studieren:

  1. Nach nur vier Jahren das Erlangen einer Doppelqualifikation - beruflicher Abschluss als Hebamme und wissenschaftlicher Abschluss durch den Bachelor of Science!
  2. Mit beiden Abschlüssen sofort arbeitsfähig sein - als Hebamme in der klinischen oder außerklinischen Praxis und als Bachelorabsolventin mit der Möglichkeit sich zusätzlich wissenschaftlich durch einen Masterstudiengang weiter zu qualifizieren!
  3. Mit dem wissenschaftlichen Abschluss gleichziehen mit den Hebammenqualifikationen anderer, auch außereuropäischer Länder und somit auf der ganzen Welt einsetzbar!
  4. Mit einer längeren praktischen Ausbildung und dem wissenschaftlichen Abschluss mehr Chancen auf eine bessere Vergütung!
  5. Mit dem wissenschaftlichen Abschluss die Möglichkeit erlangen, an hebammenrelevanten Forschungsfragen mitzuwirken, die die Bedeutung von Hebammenbetreuung in Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit im Sinne einer Stärkung von Mütter- und Kindergesundheit gesellschafts- und berufspolitisch unterstreichen!

Kontakt

Hochschule
Hochschule Fulda, University of Applied Sciences

Studienort
Fulda
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