Dein perfektes Motivationsschreiben

Motivationsschreiben für dein Traum-Studium

Motivationsschreiben fürs Studium werden an vielen Hochschulen verlangt. Das ist durchaus herausfordernd: Ein solches Schreiben kostet viel Arbeit. Wie so ein Motivationsschreiben aufgebaut ist und was da alles da rein gehört, erklären wir hier!

Die richtige Form finden

Um dir direkt mal etwas Arbeit zu ersparen, haben wir hier eine Formatvorlage in Form einer Word-Datei, die du einfach herunterladen kannst. Das erspart dir Zeit und du kannst dich ganz auf den Textinhalt konzentrieren. Bei dem Dokument handelt es sich um eine grobe Vorlage. Kleine Abweichungen darfst du dir daher ruhig erlauben. Vorsicht: Manche Hochschule, Universitäten oder Bewerbungsportale haben ihre eigenen Vorlagen oder Vorgaben, was den Inhalt betrifft.

Etwas Anleitung gefällig? Wir haben eine Formatvorlage für dein Motivationsschreiben!

Die Formalitäten im Motivationsschreiben

Ist von der Hochschule keine Länge vorgegeben, sollte ein Motivationsschreiben etwa 500 Wörter umfassen. Als Schriftgröße empfiehlt sich 11, als Schriftart etwas Neutrales wie Arial, Calibri oder Helvetica. Einen Briefkopf musst du im Motivationsschreiben nicht verwenden. Aus Höflichkeitsgründen solltest du dein Motivationsschreiben allerdings mit „Sehr geehrte Damen und Herren“ beginnen und „Mit freundlichen Grüßen“ und einer Unterschrift beenden.

Der Inhalt des Motivationsschreibens

Im Motivationsschreiben fürs Studium solltest du klar machen, dass du für das Studium qualifiziert bist. Dies schaffst du, indem du überzeugend folgende Dinge nennst:

  • Deine bisherigen Leistungen (Schulnoten, Engagement in Kirche, Jugendorganisationen oder Vereinen) – worin bist du gut und warum?

  • Dein Interesse am Thema deines Studiums – was motiviert dich, genau diese Sache studieren zu wollen und nichts anderes? Hier solltest du mit deinen bisherigen Erfahrungen und Praktika argumentieren sowie mit deinen Berufsvorstellungen.

  • Dein Interesse an Programm und Hochschule: Was spricht dafür, genau dort zu studieren und nirgendwo anders? Hier musst du zeigen, dass du dich mit Programm und Hochschule auseinander gesetzt hast.

Anders gesagt: Du musst im Motivationsschreiben fürs Studium mit konkreten Argumenten und Fakten von dir überzeugen.

Nicht überzeugend sind übrigens leere Motivationsformeln: Du wirst genommen, weil du gut bist und in den Studiengang passt. Du wirst nicht genommen, weil du am lautesten „Ich will!“ schreist.

Die Struktur eines Motivationsschreibens

Bewerbungskommissionen von Hochschulen lesen hunderte Motivationsschreiben – und das ist langweilig. Daher ist die beste Struktur im Motivationsschreiben eine, die du dir selbst ausgedacht hast. So wirkst du individuell und authentisch. Falls dir aber keine gute Struktur einfallen will, raten wir dir, chronologisch zu schreiben. Hier zur Anregung einige Beispiele für dein Motivationsschreiben fürs Studium.

Tue dir einen Gefallen und kopiere die Beispielsätze nicht direkt in dein Motivationsschreiben. Es sind schon viele Bewerber deshalb abgelehnt worden, weil sie Sätze in ihrem Motivationsschreiben plagiiert haben. Nutze die folgenden Sätze nur zur Inspiration.

1. Einstieg: Im Regelfall beginnt man eine Geschichte bei dem Moment, in der man zum ersten Mal mit dem Thema konfrontiert war. Das könnte so aussehen:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

zum ersten Mal setzte ich mich im Alter von 16 mit Betriebswirtschaft auseinander, als ich ein dreiwöchiges Praktikum bei Bachelor and More machte. Dort lernte ich…“

2. Schulzeit: Weiter geht es mit Dingen, mit denen du geglänzt hast. Das können Noten, aber auch ehrenamtliches Engagement sein. Ein Beispiel:

„In der Schulzeit engagierte ich mich intensiv in der Schülervertretung. Dabei war ich unter anderem für die Planung und Durchführung eines Schulfestes mit über 500 Besuchern zuständig. [Es folgen Details zum Fest]. Mein gesellschaftliches Engagement möchte ich gerne bei Ihnen fortführen.“

3. Praktische Erfahrungen: Falls du bereits relevante Praxiserfahrung gesammelt hast, solltest du sie im Motivationsschreiben fürs Studium nennen. Falls du keine hast, ist das aber auch in Ordnung. In dem Fall könntest du dich stattdessen auf Hobbys oder Interessen beziehen.

„Neben der Schule arbeite ich als Aushilfe im Architekturbüro meines Onkels. Ich sah, wie vielfältig der Beruf des Architekten ist: Neben Design und Technik stehen vor allem die Wünsche des Kunden im Vordergrund. […] Dies bestärkte mich in meinem Wunsch, selbst später als Architekt zu arbeiten.“

4. Warum Hochschule und Programm: Warum möchtest du gerade an der Hochschule studieren, an der du dich bewirbst? Dies sollte im Motivationsschreiben fürs Studium klar werden. Dies könnte folgendermaßen aussehen:

„An der Universität XY begeistert mich besonders die enge Betreuung sowie die exzellente Reputation der Forschung, die sich auch durch Ihre gute Platzierung im ABC-Ranking zeigt. Daneben überzeugen mich die Zweisprachigkeit des Studiums sowie das integrierte Auslandssemester. […]“

5. Abschluss des Motivationsschreibens: Zum Ende folgt noch eine höfliche Abschiedsformel. Ein mögliches Beispiel:

„Ich hoffe, dass meine Bewerbung Sie überzeugt und freue mich, von Ihnen zu hören.

Mit freundlichen Grüßen

Sara Sommer“

Weitere Schritte für deine Bewerbung

Geschafft: Du hast dein Motivationsschreiben erstellt und korrigieren lassen. Bevor du deine Bewerbung abschickst, solltest du dich genau informieren, welche Unterlagen die Hochschule außerdem von dir benötigt. Das können zum Beispiel eine Kopie deines Abiturzeugnisses oder ein tabellarischer Lebenslauf sein. Darüber hinaus solltest du prüfen, ob es weitere Zulassungsvoraussetzungen für das Studium gibt.

Für deinen Studiengang musst du eine bestimmte Abiturnote oder Numerus Clausus (NC) vorweisen? Davon solltest du dich keinesfalls abschrecken lassen, denn eine Bewerbung kann auch bei einem schlechteren Abischnitt erfolgreich sein. Warum das so ist und was sich hinter dem NC verbirgt, erklären wir dir in unserem Artikel über "Das Märchen vom bösen Numerus Clausus".

Wenn du alle Unterlagen zusammengestellt und deine Bewerbungen verschickt hast, heißt es erst mal Daumen drücken. Sobald du die Zusage für einen Studienplatz erhältst, kannst du anfangen, deinen Studienbeginn zu planen. Was du dabei beachten solltest, haben wir für dich in unserer Checkliste für das erste Semester zusammengefasst.

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