Fachhochschule

Die perfekte Kombination aus Praxis und Theorie

University of Applied Sciences – Hochschule der angewandten Wissenschaften: Das beschreibt Fachhochschulen fast besser als der Begriff "Fachhochschule" selbst. Erst seit 1969 gibt es sie. Entstanden sind sie aus Ingenieurschulen und Fachschulen, um praxisorientiertes Wissen zu vermitteln, das gleichzeitig wissenschaftlich fundiert ist. Damit sollte eine Lücke zwischen der praktischen Berufsausbildung und dem damals extrem theoretischen Universitätsstudium geschlossen werden.

Heute hast du die Möglichkeit, aus zahlreichen praxisbezogenen Studienangeboten der Fachhochschulen in Deutschland auszuwählen. Theorie steht hier natürlich auch auf dem Stundenplan – jedoch kombiniert mit der Praxis. Praktika und Praxissemester sind bei vielen Studiengängen Pflicht.

Studieren an der Fachhochschule

Rechtlich sind Abschlüsse von Universitäten und FHs gleichgestellt. Die Unterschiede: An Fachhochschulen wird weniger geforscht und mehr gelehrt. Außerdem dürfen FHs im Allgemeinen keine Doktoranden ausbilden – allerdings ist es heute schon an einigen Fachhochschulen möglich, in Kooperation mit einer Universität, seine Promotion zu bestreiten.

Typische Studiengänge an Fachhochschulen kommen aus den Bereichen Ingenieurwesen, Informatik, Medien, Soziale Arbeit, aber auch aus den Wirtschaftswissenschaften. Insgesamt ist das Bachelor-Studienangebot sehr breit, aber nicht ganz so vielseitig wie an Universitäten. Entsprechend viele Studierende entscheiden sich für ein FH-Studium: Rund 40 Prozent aller Studienanfänger gehen zur Fachhochschule, beim Bachelor-Studium hält es sich sogar die Waage.

Im Gegensatz zu einer Universität beginnt das Wintersemester an der Fachhochschule meist bereits im September eines Jahres und das Wintersemester im März. Außerdem ist die vorlesungsfreie Zeit mit vier Monaten etwas kürzer als an den Unis.

Ein weiterer Unterschied ist die Art des Lehrens. Das Studium an der Fachhochschule ist wesentlich "verschulter" und findet häufig in kleineren Arbeitsgruppen statt. Während du den Hörsaal in der Uni mit 1000 Studenten teilst, lernst du an der FH eher in Seminaren. Zudem ist der Stundenplan oft vorgegeben und man hat weniger Wahlfächer zur Verfügung. Dafür ist es besser organisiert und somit in der Regelstudienzeit machbar.

Durch den erhöhten Praxisanteil verlängert sich das Studium um ein bis zwei Semester im Vergleich zum Universitätsstudium. Doch das ist keine verlorene Zeit. Du hast bereits früh die Chance Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern zu knüpfen.

Voraussetzungen und Perspektiven mit dem FH-Studium

An einer Fachhochschule studieren darf jeder mit einer Fachhochschulreife oder einem Abitur. Die Zulassungsbeschränkungen zu den Studiengängen sind meist etwas niedriger als an Universitäten. Deine Bewerbungsunterlagen schickst du direkt an die FH deiner Wahl.

Du magst vielleicht zweifeln, ob du Nachteile hast, wenn du an einer Fachhochschule studierst. Doch in der kurzen Zeit, in der es erst Fachhochschulen gibt, hat sich der FH-Absolvent einen guten Ruf erarbeitet. Besonders technische FH-Absolventen sind bei den Arbeitgebern gefragt. Durch die Bologna-Reform sind Kennzeichnungen wie Dipl.-Ing. (FH) weggefallen. Nach außen ist also nicht mehr erkenntlich, wo du deinen Bachelor-Titel erworben hast.

Die Kombination aus Theorie und Praxis macht dich schnell fit für den Arbeitsmarkt. Wer also schnell und organisiert in den Beruf einsteigen und gleichzeitig das richtige Studentenleben genießen will, ist an der Fachhochschule gut aufgehoben.

 

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